Louis Noirot (1820-1902)

Louis Noirot wurde im Elsaß geboren. Nach einer Lehre in der Werkstatt des Lithographen Brückert in Guebwiller, ging er nach Paris um sich dort zu verbessern, insbesondere auch in Chromolithographie (Verfahrensweise, die das Drucken verschiedener Farben durch aufeinander folgende Drucke ermöglicht). Im Jahr 1846 bekam er eine Stellung als Lithograph bei einem Drucker in Roanne und blieb definitiv in der Stadt. Einige Jahre später kaufte er die Druckerei mit seinem Bruder.
Ab 1855 begann er Landschaften zu malen, ganz besonders die Schlucht der Loire zwischen Villerest und St-Maurice, während er weiterhin Lithographien produzierte (z. B. das bekannte Album « Autour de Roanne et à travers le Forez » von 1881 – das mehrere Mal neu aufgelegt wurde).

Emile Noirot (1853-1924)

Louis Noirot war der erste Lehrer seines Sohns Émile im Zeichnen, der im Jahr 1874 nach Paris ging, um seine Lehre zu vollenden. Von den Künstlern der Schule von Barbizon beeinflußt, wendet er sich der Malerei von Landschaften in der freien Natur zu. Im Jahr 1881 kam er nach Roanne zurück, und wie sein Enkel Dominique Noirot berichtet „… er findet mit Genuss und Emotionen die Stellen des Tales der Loire wieder, wo er viele stille Stunden verbrachte, wie ein Jäger auf Lauer. Er beobachtet, erfasst und übersetzt die tausende Aspekte dieser nüchternen Landschaften… Er malt „seinen“ Fluss,… St Maurice und sein Wachtturm, überragend einen der wildesten Orte des Tales, unterstrichen durch die Überreste einer antiken Brücke. “ (Auszug von Seite 26 des Buches „Émile Noirot“, erschienen im Dezember 1997 und durch die Galerie Jean Pierre Prebet veröffentlicht).

Das Werk von Noirot ist unermesslich und vielfältig inspiriert von seinen Reisen sowohl in Frankreich als auch nach Italien. Trotzdem ist er immer der Region Roannaise und der Schlucht der Loire verbunden geblieben, die er auf seinen monumentalen Gemälden darstellte, angefertigt für die Stadt Roanne und der Préfecture Loire. Zu bemerken ist auch, dass die Gemälde, die von Pariser Jurys ausgewählt wurden, vom selben Thema waren: 1889 zur Weltausstellung erhielt « Le rocher de la Madone » (nahe vom Saut du Perron), einen Ehrenpreis; Auf der Weltausstellung 1893 in Chicago wurde Frankreich durch « Le Saut du Perron » repräsentiert und im selben Jahr erhielt « Lever de lune  à St-Maurice » auf dem Salon (salon annuel organisé par la Société des artistes français, au Palais des Champs-Elysées à Paris) die Medaille zweiter Klasse (die höchste Belohnung, da die Medaille erster Klasse vom Salon von 1893 nicht vergeben wurde).

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