In der Geschichte des Dorfes gab es bis zu fünf Schulen! Eine sechste wurde seinerzeit im Ortsteil le Puy geplant. Außer einer Schule der katholischen Schwestern, gab es kein spezielles Schulhaus. Die Kinder des Dorfes hatten ihre Schule in ehemaligen Wohnhäusern.

Das Herrenhaus de la Mure

Nach der Revolution wurde das Herrenhaus in Losen verkauft. Herr Nigay, Eigentümer eines Teils des Hauses, spendete seinen Anteil 1852 der Gemeinde, damit sie dort eine Schule für Jungen einrichten konnte. Später verlor diese Schule ihre Funktion und blieb bis 1997 nur ein Werkraum für Kinder.

Unterdessen bleibt für den Kunstunterricht ein Klassenzimmer, bis zur Eröffnung der Schule in Saint-Jean, reserviert.

Das Haus Bedin

Dieses Haus, das man immer noch Haus Bedin nennt, war früher eine Mädchenschule. In einer Schenkungsurkunde vom 21 April 1872 findet man den Namen Abel Bedin. Er und seine Schwester waren Erben von Frau Massard. Die Witwe Massard, geborene Bedin, schenkte der Gemeinde Saint-Maurice-sur-Loire ein Haus mit Nebengebäude und Garten speziell und nur für die Mädchenschule. Dies wurde am 26. Juni 1878 durch den Schulminister bestätigt.

Dieses Haus mit seinem gesamten Mobiliar wurde der Gemeinde geschenkt um eine Mädchenschule zu eröffnen. Der Schulbetrieb endete 1971. Nachdem es noch eine kommunale Herberge war, wurde es schließlich 2005 an Privat verkauft.
Dekorative Elemente im Inneren zeigen den vergangenen Reichtum dieses Gebäudes und die Epoche der Renaissance, wie z.B. eine sehr schöne Wendeltreppe, ein Pfostenfenster und ein Taubenschlag.

Die Schule der Maristen oder untere Schule

Die Maristenbrüder wohnten bis 1903 in diesem Gebäude. Bis zur Fertigstellung des neuen Schulgebäudes 2005 blieb es eine Schule. 2006 wurde sie an Privat verkauft und besteht jetzt aus Mietwohnungen.

Schule der Schwestern oder Haus des Notars

Die katholischen Schwestern führten in diesem Gebäude bis 1914 eine Schule für die Kinder vom Dorf und der Umgebung. Antoine Burnot kaufte 1919 das Haus um sein Notariat darin zu eröffnen. Bis 1971 übernahm es sein Sohn Marcel. In einer Nische über der Eingangstür ist heute noch eine Statue des Heiligen Josef zu sehen.