In vielen Ecken unseres Dorfes und in den zahlreichen Weilern wird der Spaziergänger auf die Zeugnisse der menschlichen Besiedelungen hingewiesen.

Diese Elemente unseres Kulturerbes sind oft von bescheidener Größe und Gestalt, aber immer gut in ihre Umgebung integriert. Es sind Kreuze, Kapellen, Brunnen, Bauernhöfe mit Portal oder charakteristischem Balkon, Weinberghütten…
Echte Identitätsanzeiger der ländlichen Weinbauaktivitäten oder auch Symbole des populären und religiösen Glaubens.

Bestehend aus, vor Ort gefundenen Materialien, bearbeitet mit einer Technik und einem „gewußt wie” unserer Region, werden diese Monumente unserer Gegend auch vernaculaire = „einheimisch” (lateinisch: vernaculum) genannt.

Diese frühe Zeugen wurden zu Unrecht und ein wenig mit Verachtung „kleines Kulturerbe” genannt und verdienen im Gegenteil unsere Beachtung, nach dem Beispiel der symbolhafteren architektonischen Monumente. Neuerdings werden sie mehr geschätzt. Die Veröffentlichungen und die Bestandsaufnahme, die durch die lokalen Vereine verwirklicht wurden nehmen zu und mit ihnen die Wahrnehmung der Seltenheit dieser Gebäude.

Gleichwohl hervor zu heben sind die kulturellen und touristischen Ereignisse anläßlich der Führungen oder der Rallyes des Kulturgutes oder während der Tage des Kulturerbes, der von FNASSEM organisiert wurde.

Vom Verschwinden bedroht, zerstört im Laufe der Zeit oder durch die gedankenlosen Plünderungen von Anhängern „der Moderne”, bemüht sich unser Verein eine Bestandsaufnahme zu machen, bevor es zu spät ist. Unsere Ziel ist, allen den Wert unseres Kulturerbes mitzuteilen.