Die Festung

Auf einem Felsvorsprung am Zufluss des Ris Serpentin in die Loire lag der Burgfried von Saint-Maurice mit seinem massiven Wachturm, der durch teilweise heute noch bestehende Mauern geschützt war. Die Festung hatte nicht nur eine militärische Bedeutung, sie war auch Sitz hoher und niedriger Justiz.

An Stelle des Schlosses aus Holz, am Ende des 12. Jahrhunderts gebaut, ermöglichte es nun die Umgebung zu überwachen. Im Jahr 1626 wurde es durch die Truppen Richelieu zerstört. Seine Geschichte gliedert sich in vier verschieden Perioden: Gebiet der Herren von Saint-Maurice bis 1220, ab diesem Datum gehörte es der Comté du Forez (Grafschaft), und so dem Duché du Bourbonnais (Herzogtum).

Im Jahr 1553 wurde es königliche Kastellanei. Infolge der Verbindung mit dem Herzogtum von Roanne kam dann der Niedergang. Seine Rechte wurden auf die Stadt übertragen.

Die Befestigung und die Tore

Der Weg zum Schloss und dem Wachturm wurde durch eine Befestigungseinrichtung geschützt, heute noch durch das Tor von Guy de la Mure zu erkennen.

Das Dorf hat sein charakteristisches mittelalterliches Aussehen mit seinen stufenförmig angelegten Häusern beibehalten, die durch eine zweite Befestigung geschützt war. Davon zeugt auch das Tor du Ris Serpentin.

Der Turm

Der Wachtturm hat die beeindruckende Höhe von 17 m. Der Zugang befand sich damals im ersten Stock, mehrere Meter über dem Boden, über einem unbenutzten Erdgeschoss. Die heute noch sichtbaren viereckigen Löcher im oberen Teil, zeigen die Position der zur Deckenkonstruktion gehörenden Holzbalken des Holzaufbaus.

Bei der Instandsetzung, im Jahre 1989, wurde auf dem oberen ehemaligen Rundgang des Turmes, eine Aussichtsplattform für Besucher eingerichtet, die eine großartige Aussicht ermöglicht.