Der Ursprung der Kirche von Saint-Maurice, eine Kapelle des Schlosses, geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Aus der romanischen Zeit bleibt nur das renovierte flache Kopfende und die drei Fenster auf der Südfassade. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Aussehen des Gebäudes verändert. Im 16. Jahrhundert wurde auf der Nordseite ein Seitenschiff hinzugefügt und der Kirchturm über dem Gewölbe auf die Sakristei verschoben. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Decke aus dem 16. Jahrhundert mit ihren angemalten Balken durch eine aus Ziegel ersetzt.

Der vom Kirchenschiff durch einen Triumphbogen getrennte Chor ist völlig mit Malereien vom Ende des 13. Jahrhundert geschmückt. Die biblischen Szenen des alten und des neuen Testaments bilden, in einzelne Abschnitte unterteilt, eine wahre Bildergeschichte. Die Legenden von Saint Nicolas und von Saint Maurice haben die Künstler des Mittelalters im östlichen Teil dargestellt.

Eine Reiterstatue zeigt Saint Maurice als römischen Offizier. Die mit einer Rüstung bekleidete Figur hält eine, mit einem Kreuz markierte Standarte.

Die in den fünfziger Jahren aufgefrischten Farben der Statue, verstärken noch den naiven Charakter dieser Skulptur.

Während Renovierungsarbeiten im Jahre 1999 wurde, in der Leibung eines verdeckten Fensters auf der rechten Seite des Gebäudes, eine Freske entdeckt. Sie stellt Saint Jacques im Pilgergewand mit Stab und Hut dar. Sein übergroßer Fuß deutet auf seine Wandertätigkeit hin. Diese Freske bestätigt, dass Saint-Maurice auf dem Weg von Cluny nach Puy-en-Velay liegt, einer der zahlreichen Wege, um nach Santiago de Compostella in Galizien zu kommen.

die Glasmalereien der Kirche von Saint-Maurice

Ende der fünfziger Jahre beschloss die Kirchengemeinde, die Fenster der Kirche mit Glasmalerei anfertigen zu lassen. Für diese Arbeit wurde der lokale Glashersteller, Théodore Gérard Hanssen bestellt.

Um zwei Glasmalereien in den gotischen Fenstern der Nordseite des Gebäudes zu finanzieren, wurden Kirchweihen organisiert. Diese Glasmalereien stellen „das Martyrium vom saint Maurice und seiner Mission“ dar. Das Projekt sollte durch 3 große Glasmalereien vervollständigt werden, die das Thema „den Glauben, die Hoffnung und die Barmherzigkeit“ haben sollten.

Der Tod von Théodore Gérard Hanssen im Jahre 1957 verhinderte, dass das gesamte Projekt fertiggestellt wurde. Nur die zwei Glasmalereien wurden verwirklicht.

Im Martyrium von Saint Maurice sieht man einen Legionär, der den Heiligen mit seinem Schwert durchbohrt. Die Szene ähnelt der, die auf den Fresken im Chor dargestellt ist.